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Warum Social Media mir (zwischenzeitlich) die Lust als Reisebloggerin genommen hat

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Es war der Sommer 2016. Ich stand kurz vor meiner nächsten Weltreise, die mich acht Monate lang um die Welt führen sollte. Reisebloggen war mittlerweile zum Hype geworden und ich dachte mir, das wäre auch was für mich.

Schließlich bin ich seit 2007 eigentlich jährlich mindestens drei Monate im Jahr auf Reisen gewesen. Südamerika, Asien, Ozeanien, Amerika, Europa - die Welt ist mein zu Hause. Außerdem mag ich das Schreiben, das Fotografieren und ich liebe es, Menschen mit meinen Geschichten zu motivieren und ihnen Lust auf eigene Reisen zu machen.

So war der Reiseblog Frau Wanderlust geboren, auf dem du gerade diese Zeilen liest.

Doch nun herschte sechs Monate lang Stillstand auf genau diesem Blog. Ich hatte die Lust verloren, irgendwie. Okay, ich bin auch wieder in deutschen Gefilden und im Büro rumgetiegert. Aber das mit der Zeit ist ja nur eine Frage der Prioritäten eigentlich.


Das Ungleichgewicht zwischen Vorstellung und Realität

Klar! Damals habe ich mir die Geschichten anderer Reiseblogger angeschaut. Man könne als Reiseblogger Geld verdienen und so richtig frei leben. Ortsunabhängig, digital, überall zu Hause sein. Na wenn das mal nicht verlockend klingt. In kalten Wintermonaten an warmen Sommerstränden rumhängen, täglich mit Surfbrett unterm Arm die Wellen begrüßen und einfach nur Spaß haben. Das ganze noch mit Tätigkeiten, die mir Spaß machen.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ich wollte es ausprobieren und so wurde meine acht-monatige Weltreise zum Versuchsobjekt.

Heute weiß ich, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Das Leben als Reiseblogger hat neben den Vorteilen auch so einige Nachteile, die ich mir wohl selbst erarbeiten musste, um sie zu verstehen.

Doch es gibt einen Aspekt, der mir wirklich die Lust am Reisebloggen genommen hat! Social Media!



Lesetipp: Am Ende geht es doch darum, glücklich zu sein!
Wie uns die Kolumbianer lehren können, glücklich zu sein



Social Media für Reiseblogger

Social Media wird von erfahrenen Reisebloggern als das unerlässliche Vehicle beschrieben. Nur wer bei Facebook, Instagram und Co. täglich mehrmals postet und interagiert, kann sich wahrlich eine Leserschaft aufbauen.

Nagut! Gesagt, getan. Ich versuchte Twitter, Instagram, Google+, Facebook und Pinterest. Und damit begann die Talfahrt.

Social Media hatte für mich am Ende des Tages nichts mit meinem Anspruch zu tun, interessierten Lesern über die Welt zu berichten und mit ihnen über das Leben und das was dabei wichtig ist zu philosophieren. Trotzdem liess ich mich von der Reiseblogger-Welt treiben, postete täglich und vor allem viele Fotos bei Instagram.

Das führte dazu, dass ich an wunderschönen Stränden, in entspannten Cafés, bei leckerem Essen in Restaurants oder mit spannenden Leuten in inspirierender Atmosphäre saß und immer nur an die Social Media Story dachte. Wie kann ich diese Situation jetzt fotografieren, damit sie auf Instagram gut rüber kommt? Welche Details muss ich mir aufschreiben, um sie nicht zu vergessen?

Zudem motivieren die Social Media Kanäle dazu, möglichst viel Zeit auf der jeweiligen Plattform zu verbringen. Instagram funktioniert beispielsweise nicht allein über das Hochladen von schönen Fotos. Vielmehr zeigt die Plattform Profile der Nutzer verstärkt an, die selbst viel interagieren, andere Bilder kommentieren und ”liken”.

Ich meine, ein Austausch mit anderen Reisebloggern und Reisenden ist natürlich sehr sinnvoll und der macht mir auch Spaß. Doch mit ”sinnlosem liken und kommentieren” ging es bei mir weit darüber hinaus, mit interessanten Profilen zu interagieren.

Somit fing ich an, mein liebes, analoges Leben gegen ein digitales einzutauschen. Nichts wirklich erstrebenswertes, wie ich finde. Nicht für mich.



Ich bin nicht allein! Wie es anderen (Reise-)Bloggern mit Social Media geht

  • Caro von Leben á la Carte hat schon 2016 angefangen, ihre Social Media Konten auszumisten!
  • Jan macht 2018 sogar ganzjährig eine Social Media Diät. Warum und Wie? Das liest du hier.
  • Und weil es in der deutschen Sprache gar nicht so viele Auseinandersetzungen mit dem Thema gibt, teile ich gerne noch die Worte von Allisson aus den USA. Auch sie beschreibt, wie sie sich von Social Media frei gemacht und was es für sie bedeutet hat in: So What, Exactly, Am I Doing?.



Das Reisen als Reisebloggerin

Das Reisebloggen mag ein Lebensstil sein, für Reisende, die wirklich lange unterwegs sind. Doch für mich und meine acht Monate hat mir das Bloggen rückblickend einiges an Leichtigkeit genommen.

Gerne habe ich meine Erfahrungen mit Euch, lieben Lesern, geteilt. Viele Emails mit Rückfragen, gerade zu Patagonien, haben mir ein großes Interesse an meinen Zeilen gezeigt. Das ist natürlich großartig und hat mich nachträglich motiviert.

Doch anstatt das Leben in seiner Fülle auf der Strasse zu erleben, offen zu sein für Menschen und Gegebenheiten, saß ich während meiner Reise mindestens vier bis sechs Stunden vor dem Laptop. Das hatte mit der entspannten Art zu reisen, die ich vorher kannte, nichts mehr zu tun. Zuvor versuchte ich zumeist auf Laptop und Handy zu verzichten, um in die Weiten der Welt völlig ein- und abzutauchen.

Das Leben als Reisebloggerin funktioniert aber, wenn man auch noch den Anspruch auf eine regelmäßige Social Media Pflege hat, nur digital. Es ist ja nichts Schlechtes oder Gutes, nicht schwarz oder weiß. Man muss es einfach nur wissen und für sich den goldenen Mittelweg finden.

Für mich bedeutete das die Notwendigkeit einer Auszeit. Ich wollte das wahre Leben wieder entdecken. Es war wie ein digitaler Burnout, den ich von der Reise mitgebracht hatte und ich wollte mich auf das Hier und Jetzt zurück besinnen.

Deswegen gab es die letzten Monate auch so gar nichts zu lesen, von der Frau Wanderlust.

Ohne den Gedanken an Social Media hätte sich dieser fantastische Sonnenuntergang noch besser geniessen lassen.


Wie die Motivation zurück kam

Nur weil ich Pause gemacht habe, heißt das natürlich nicht, dass ihr Leser es auch getan habt. Im Gegenteil. Während ich mit Buch lesen, Freunde treffen, Theater und Restaurant-Besuchen beschäftigt war, wuchs meine Leserschaft stetig an. Von circa 500 Seitenaufrufe in einem Monat auf nunmehr knapp 3 Tausend. Wow!

Außerdem meldeten sich immer wieder Leser zu meinem Newsletter an, stellten Fragen und kommentierten.

Und so kehrte meine Motivation zurück. Ein Blick auf meinen Blog erfüllt mich mit Stolz und es ist einiges auf die Beine gestellt. Ich möchte euch weiter berichten und zeigen, dass man arbeiten und reisen auch wunderbar verbinden kann. Und so bin ich zurück!


Mein Weg als Reisebloggerin

Anders als zuvor werde ich dabei jedoch meinen eigenen Weg gehen. Ich möchte euch berichten und euch bei Fragen zur Seite stehen. Fotos und Reisegeschichten sollen uns gemeinsam inspirieren, offener in die Welt zu gehen und unseren Mitmenschen zu begegnen.

Davon möchte ich dir schreiben.

Ich werde künftig auch weiterhin nicht wirklich aktiv sein, auf meinen Social Media Kanälen. Ihr könnt mit mir jederzeit beispielsweise auf Facebook in Kontakt treten. Doch Fotos werde ich künftig hauptsächlich auf meinem Blog bereitstellen.

Dabei freue ich mich, über jeden interessierten Leser, jeden Kommentar und jede Email. Ich möchte Inhalte produzieren, anstatt meine Zeit mit dem Jagen von Followern auf verschiedenen Plattformen zu verbringen.

Das wird mein goldener Mittelweg sein, der hoffentlich gelingt und ich hoffe, dass du mich dennoch auf dieser Reise und überhaupt meinen kommenden Reisen begleiten wirst!



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Christin Wanderlust
Christin Wanderlust
Frau Wanderlust zeigt dir Wege auf, wie du das Reisen und das Arbeiten in der Heimat verbinden kannst. Eine Weltreise muss dabei nicht immer heissen, dass du deinen Job kündigen und alles aufgeben musst. Also schau doch mal vorbei!

18 Kommentare

  1. Vanessa sagt:

    Liebe Christin,

    schön, so eine ehrliche Meinung auch mal von anderen Reisebloggern zu hören. Unser Social Media Kanal ist aus fast ähnlichen Gründen auch so gut wie tot.

    Mach weiter so und (wieder) viel Spaß beim Bloggen.

    Lieben Gruß, Vanessa

  2. Kathrin sagt:

    Toller Artikel und du sprichst mir wirklich aus der Seele. Instagram und Co bieten für mich inzwischen auch nur noch Frustpotenzial.
    Like und Kommentarbots verderben einem wirklich jede Freude am Posten dort.
    Echte Kommentare und Austausch erlebe ich inzwischen nur noch auf dem „guten alten“ Facebook, aber auch dort mindern bezahlte Reichweite und stetige Updates die Freude gewaltig.

    Auch mir geht es inzwischen teilweise so, dass selbst das Schreiben auf meinem Blog ( das mir eigentlich wirklich großen Spaß macht) auf der Strecke bleibt.
    Ich werde auch in Zukunft nicht viel Zeit in das Posten von Instagram Bildern stecken, sondern in das Schreiben von Posts.

    Danke für diesen erlichen Beitrag, der mir wieder Lust aufs Bloggen gemacht hat. 🙂

    Liebe Grüße Kathrin:-)

    • Hallo Kathrin,

      vielen lieben Dank für deine Rückmeldung. Es ist genau, wie du es beschreibst. Ein ehrlicher Austausch miteinander ist super wertvoll und macht Spaß. Der bleibt aber mehr und mehr auf der Strecke.

      Ich freue mich, dass ich dir mit den Zeilen wieder ein bisschen mehr Lust aufs Bloggen machen konnte – wäre ja auch schade, wenn nicht. Schließlich hast du mittlerweile so viele coole Länder-Profile vereint 🙂

      Liebe Grüße zurück sendet dir,

      Christin

  3. Andreas sagt:

    Hi Christin,

    Danke für den Blogbeitrag über die Social Media Kanäle. Lustig ist, dass diese eigentlich wie im analogen Leben funktionieren: Bevor es ab auf die Party geht, gucken Mann und Frau mehrmals in den Spiegel, probieren verschiedene Klamotten an und sind sich nie sicher, ob sie sich sicher sind. Beim Event selbst möchte man dann vor allem unter fremden Menschen einen guten Eindruck hinterlassen und gibt sich längst nicht so wie man ist. So läuft das dann auch auf Reisen, exakt wie Du geschrieben hast. Meine Kanäle wie Facebook pflege ich halbwegs, ohne ein hauptsächliches Augenmerk darauf zu legen, was auch für Pinterest gilt. Es reicht, einen Blog zu führen. Als Texter weiß ich recht gut, wie ich diese SEO-technisch aufbaue, um über die Suchmaschinen Besucher zu bekommen. Soweit so gut, jetzt hole ich noch ein klein wenig aus 🙂 Bei meinem letzten Ausflug in den Neckar-Odenwaldkreis zu einem Vulkan namens Katzenbuckel ist folgendes passiert: Am Ziel angelangt, herrschte Hochnebel. Keine guten Voraussetzungen dachte ich, um Bilder für den Blogbeitrag zu machen. Jetzt war ich schon da. Und urplötzlich hat mich die Faszination der eigenwilligen Hochnebel-Stimmung erfasst. Ich konnte mich wieder treiben und die Gedanken frei fließen lassen. Ich denke, das ist es, was Du in Deinen Worten ausdrücken wolltest?

    Mit besten Grüßen
    Andreas

    • Hallo Andreas,

      sehr gerne und danke DIR für deinen Kommentar zu dem Beitrag.

      Irgendwie treffend, deine Metapher für die Social Media Nutzung. Genau so ist es wohl. Wobei die Party eigentlich viel mehr Spaß machen würde, wenn man sich ganz ungezwungen genau so gibt, wie man wirklich drauf ist.

      Ist doch interessant, dass es am Ende die Natur ist, die dich bei deinem Ausflug zum Vulkan in den Fluss bringt, anstatt einem digitalen Gerät. Tatsächlich! Ungefähr so waren meine Worte gedacht. Das Leben da draussen hat so viel zu bieten und es ist eben wichtig, seine Aufnahme-Kapazitäten dafür verfügbar zu halten – denn dann passieren wunderbare Dinge.

      In diesem Sinne, weiterhin frohes Wandern mit viel Nebel 😉

      Christin

  4. Hallo Christin, das kann ich eins zu eins so unterschreiben! Social Media raubt mir manchmal den letzten Nerv, zumal ich privat zum Beispiel nicht mehr auf FB aktiv bin. Die Arbeit, die hinter Blogs steckt, habe ich eventuell auch ein wenig unterschätzt. Ich schreibe und reise immer noch gerne, aber ich war am Ende viel zu verbissen und hatte keine Lust mehr. Ich habe trotzdem immer fleißig gepostet und geschrieben und mittlerweile kommt auch die Lust wieder. Aber schön, dass ich mit meinen Gefühlen nicht allein war! Liebe Grüße, Jacqui

    • Hallo Jacqui,

      es ist total spannend zu lesen, dass es anderen Bloggern genauso geht, wie mir. Ich danke dir, für deinen Kommentar dazu, der mir genau das zeigt. Wie heißt es so schön: geteiltes Leid ist halbes Leid.

      Gut, dass du mittlerweile auch wieder den Spass am Bloggen gefunden hast. Wäre doch schade, wenn wir uns das von großen Social Media Plattformen kaputt machen liessen.

      Schöne Grüße zurück sendet dir,

      Christin

  5. Eigentlich ist es doch noch viel schlimmer. Man wurde vom Blogger zur Schreibenden-24h-one-men-show-inkl.-Marketinghure. Die Zwänge waren anfangs nooch überschaubar, aber die heutige Jagd nach Aufmerksamkeit und organischem Traffic, ist abartig. Bloggen ist Dienstleistung geworden und Freiheit wird nicht selten durch Lobhudelei am Kunden erkauft. Allerdings sind die Wanderblogger besser unterwegs, als die Reiseblogger. Meine Motivation kam beim Hausbau zurück, wo ich mal den Kopf frei bekommen habe und neue Ideen zum Wandern fand.
    Mad

    • Hey Mad,

      ein interessanter Vergleich. Eigentlich geht diese Reise los mit: vom schreibwilligen Reisenden zum Leser Suchenden Blogger weiter zu der von dir angesprochen 24h-one-man-show. Na gut, ganz so schlimm fühlte es sich für mich nicht an, eher im Kopf, als auf dem Papier.

      Ich tue gut daran, mich auf meinen Anspruch zu besinnen, inspirierende Artikel auf meinem Blog zu veröffentlichen, die sich mit dem Zusammenspiel zwischen Arbeiten und Reisen beschäftigen. Das soll wieder meine Priorität sein und dann ist alles gut. Ein Hausbau klingt aber auch gut – es braucht wahrscheinlich immer mal wieder einen gewissen Abstand.

      Frohes Wandern wünscht dir weiterhin,

      Christin

  6. Cordula sagt:

    Hallo, Christin,
    danke für diese klaren Worte, mit denen du mir aus der Seele sprichst. Für mich geht der Reiz des Reisens, des Unterwegssein, des Erlebens völlig verloren, wenn alles nur noch durch die Brille des „Was kann ich darüber schreiben“, „Wie kann ich das für die Social Media am besten aufbereiten“ und „Gibt das ein gutes Foto“ betrachtet wird. Deshalb überlege ich mir sehr genau, auf welchen Kanälen ich unterwegs sein will. Instagram oder Twitter bauen für mich einen viel zu großen Druck auf, stets und ständig etwas zu posten, zu kommentieren, zu schreiben, als das ich das noch genießen könnte. Hinzu kommt, dass ich dann auch nicht mehr die Qualität bieten könnte, die ich selbst aber für wichtig halte. Nö – dann verzichte ich lieber auf ein paar Klicks und bleibe dafür mit mir im Reinen. Und siehe: Die Leser kommen trotzdem.
    Liebe Grüße
    Cordula

    • Hey, hey Cordula,

      ich danke DIR für deine Worte zu deinen Erfahrungen!

      Was ist nur passiert, dass sich so viele Menschen von der digitalen Welt so umhauen lassen – mich ja eingeschlossen. Instagram war für mich auf der letzten Reise die Plattform, die mir den Spaß wirklich so richtig genommen hat. Und anstatt damit direkt wieder aufzuhören, liess ich mich von der steigenden Followerzahl anstecken. Not anymore 🙂 Ich werde es nunmehr so machen, wie du es beschreibst. Facebook und Twitter machen mir grundsätzlich Spaß und darauf werde ich mich fokussieren. Alles, was kein Spaß macht, fliegt raus.

      Liebe Grüße zurück sendet dir,

      Christin

  7. Ulrike sagt:

    Interessanter Artikel! Da scheint ja von Anfang etwas schief gelaufen zu sein. Für mich bedeutet Reisebloggerin folgendes: Ich schreibe, weil ich schreiben“muss“. Da ist etwas in mir, das mich drängt, es aufzuschreiben. Mein Blog ist die Möglichkeit, vielen Menschen an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen. Vielleicht nutzen meine Artikel auch irgendjemandem. Da ich am meisten und liebsten über meine Reisen schriebe, nenne ich mich Reisebloggerin. Aber ganz, ganz zuletzt schreibe ich für irgendwelche SocialMedia oder andere Reiseblogger. SociaMedia müssen mir Spaß machen. Und wenn ich irgendwo ein wundervolles Frühstück einnehme mit einer tollen Aussicht, so genieße ich das und verschwende keinen Gedanken daran, wie ich das irgendwo auf SM anbringen kann.
    Um Leser zu erreichen, setze ich mein Hauptaugenmerk auf gute Texte und Fotos auf meinem Blog und an zweiter Stelle auf ein wenig SEO. Ich werde vielleicht nie die 1000 Facebook Like erreichen, aber mein Blog wird gefunden. Ich verdiene sogar ein wenig Geld damit. Aber das steht nicht im Vordergrund. Ich bin auch der Meinung, dass das richtig ist. Wenn man immer nur auf die SM schielt und auf das Geld verdienen, leidet nicht nur der Autor sondern auch die Qualität des Blogs.
    Beste Grüße
    Ulrike

    • Liebe Ulrike,

      vielen Dank für deinen Beitrag und die wertvollen Tipps. Ich denke, da hast du genau den richtigen Weg gefunden und zumindest ich kann mir davon eine Scheibe abschneiden. Na gut, mittlerweile bin ich ja auf einem guten Weg.

      Das mit dem Schreiben „müssen“ war bei mir anfangs auch so und ist mir auf dem Weg irgendwo verloren gegangen. Doch langsam kommt es zurück und fühlt sich toll an.

      Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß beim Bloggen und im Übrigen finde ich, dass REISEN das schönste Thema der Welt ist 😉

      Beste Grüße zurück aus Köln sendet dir,

      Christin

  8. Julia sagt:

    Liebe Christin,
    wie wahr deine Worte sind!
    Ich bin teilweise echt frustriert, weil bspw. meine Follower bei Instagram extrem fluktuieren und ich mich ständig frage, was der Sinn dieser Netzwerke sein soll, wenn Spiegelselfies auf mehr Interesse stoßen als interessante Posts…

    LG, Julia

    • Hey, hey Julia,

      vielen Dank für deine Zustimmung. Wow, die ganzen Kommentare zeigen, wie vielen Bloggern es so geht, wie mir. Das haut mich um.

      Instagram ist für mich die Plattform, die am wenigsten Spass macht. Da kommt es in meinen Augen überhaupt nicht auf die Qualität der Bilder an, sondern allein darauf, wie viel man andere Bilder liked und mit anderen interagiert. Das was da von Instagram als Algorithmus dahinter liegen muss, kann gar kein natürlichen Interaktion-Rythmus voraussetzen. Ganz komisch.

      Viele Grüße zurück,

      Christin

  9. Joachim H. Hartung sagt:

    Hallo Christin!

    Jetzt wo es zum guten Ton gehört auch bei Facebook zu veröffentlichen hat aber leider die Qualität der Leser/innen nicht exorbitant zugenommen. Dort wo ich meine Artikel schreibe, werden sie von Leuten gelesen, die mich schätzen, weil sie selbst in diesem Metier zu Hause sind. FB oder Instagram bedienen ein anderes Klientel. Das hast du richtig erkannt. Und sie handeln und verkaufen unsere Daten. So sind sie, die Amis.

    Lieben Gruß, Joachim H. Hartung

  10. Liebe Frau Wanderlust 🙂
    oh ja, du hast absolut recht. Man müsste so viel Zeit investieren, damit sich das Rad möglichst flott weiterdreht. Das macht irgendwann mürbe. Leider. Obwohl das Schreiben ja grundsätzlich (m)eine große Leidenschaft ist, bringt einen die Posterei manchmal echt an den Rand der Verzweiflung. Ein Prost auf das Reise- und Schreiberleben und liebste Grüße aus Patagonien (Weltreise)
    Bussi

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