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Wenn die Zeit nach einer Reise zur Reise wird

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Es ist vergleichsweise lange her, dass auf meinem Blog ein paar neue Zeilen erschienen sind. Das liegt nicht etwa daran, dass ich die Lust am Reisen oder den Spaß am Berichten darüber nach meiner letzten Reise verloren habe. Im Gegenteil!


Ein Langzeit-Reisesouvenir - willkommen im Leben!

Vielmehr ist für mich nach meiner letzten Weltreise eine ganz neue Reise gestartet. Wir haben uns von der acht monatigen Reise ein Langzeit-Souvenir mitgebracht. Dieses bei unserer Rückkehr sehr kleine Souvenirchen (in etwa Erbsen-groß) ist heute über 70 cm lang, gute 8 Kilo schwer, schreit, lacht, gluckst, träumt, lernt, schläft, futtert und produziert volle Windeln. Heute trägt der Kurze den Namen Mats, wenngleich ihm das Hören auf diesen Namen noch schwer fällt. Mein kleiner Sohnemann!

Mit meiner Rückkehr von der letzten Weltreise im Juli 2017, ist damit für mich eine neue Welt gestartet und die neun Monate bis zum Erscheinen unseres Sohnemanns waren eine ganz eigene Reise. Eine Reise in der Heimat, sozusagen. Genau wie auf einer Reise in der Ferne, wurde ich oft von neuen Gefühlen übermannt, habe auf dem Weg tolle Menschen kennengelernt und viel Neues über den Prozess des ”Baby kriegens” gelernt.

Seitdem unser kleiner Mats nun plastische Realität geworden ist, fühlt sich mein Mama-Dasein an, wie eine nicht mehr endende Reise-Dauerschleife. Eine Reise ins Ungewisse, eine fremdbestimmte Zeit, in der täglich neue, unvorhergesehene Dinge passieren.


Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und wie sich alles verändert

Mit der Geburt von unserem Mats Alexander hat gleichzeitig alles eine Einfachheit bekommen, die überwältigend ist. Wie oft habe ich in den letzten zehn Jahren meine Koffer gepackt, meine Wohnung gekündigt und mich für eine gewisse Zeit in die weite Welt verabschiedet. Es war meine Art, die Suche nach dem Sinn von Allem zu begehen. In einer Work-aholic Kultur, in der Job Titel und Gehaltschecks mehr zählen, als freie Zeit für einander, konnte der Sinn des Lebens meines Erachtens nicht liegen. So war das damals. In dem Zeitalter vor meinem Mama-Sein.

Ich sitze in den Bergen Nepals
Auf der Suche nach dem Sinn in Nepal... na schön war es in jedem Fall.

Andauernd alles hinter sich zu lassen, fremden Kulturen und Menschen zu begegnen, das Unbekannte bekannt zu machen und auf tour zu sein, waren grandios und anstrengend zu gleich. Ich wollte immer irgendwo ankommen. Das ist mir natürlich nie gelungen. Wie sagte der schlaue Goethe schon einige Jahrhunderte vor unserer Zeit: ”Man reist ja nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.”

Und heute, da liegt dieses kleine Etwas neben mir. Dieser kleine Schnuller-Fanatiker! Er braucht mich nur anzustrahlen, sich zum ersten mal zu drehen, witzige Geräuche oder gar seinen Tagesschiss zu tun und die Welt wird mit einmal ganz klein. Alles ist da, wo es hingehört und irgendwie fühle ich mich heute doch ein bisschen angekommen. Zunächst zumindest.


Und wie geht es jetzt weiter?

Das Leben bekommt mit so einem kleinen, hilflosen Lebewesen eine neue Richtung. Dinge, die vor der Ankunft von Mats wichtig waren, sind es heute nicht mehr und anders herum.

Das Reisen wird für mich jedoch immer ein wichtiger, lebenslanger Freund bleiben. Immerhin haben wir schon viel gemeinsam erlebt - das Reisen und ich.



Lese-Tipp: Mehr zu meinen Reisen gibt es hier!
Die Reiseziele der Frau Wanderlust...



Ich freue mich darauf, heute anders, aber nicht weniger weit und viel zu reisen. Es wird toll, unserem kleinen Sohn diese schöne Welt mit all ihren Wundern zu zeigen. Mats soll ein weltoffener, kleiner Erdenbürger sein, der sich nicht von der Panikmache der Medien leiten lässt. Vielmehr soll er seine Werte in der Welt da draussen suchen und finden. Er soll wissen, dass es ganz tolle Menschen da draussen gibt, die anders aussehen, ihre eigenen Kulturen haben und exotisch essen. Das ist kein Hindernis für Freundschaften, sondern der Wegbereiter für einen spannenden Tanz des Lebens auf dieser Erde.

So wird es auch in Zukunft Reisegeschichten auf den Seiten von Frau Wanderlust geben. Der Fokus wird sich vielleicht etwas ändern, schließlich reise ich jetzt nicht mehr allein durch die Weiten, sondern stets in Begleitung zweier toller Männer. Denn der Papa ist natürlich auch immer mit dabei. Aus Frau Wanderlust ist Familie Wanderlust geworden.

Auch künftig wird es auf diesem Blog darum gehen, wie sich ein Leben in der Heimat mit dem Reisen im Ausland verbinden lässt. Ich will nicht nur das Eine oder das Andere, sondern beides!

Mein Leben hat sich jedoch im letzten Jahr aus dem digitalen zurück dahin verschoben, wo es eigentlich hingehört. In die analoge Welt. Für langstündige Instagram-Exzesse und Pinterest-Ausflüge, fehlt mir heute die Zeit. Deswegen wird mein Fokus künftig mehr denn je auf meinen Beiträgen und nicht auf Social Media Inhalten liegen. Schließlich ist es das, was mir Spaß macht!


Und warum erzähle ich dir das alles?

Ich freue mich über eine steigende Leserschaft, trotz meiner mehrmonatigen Schreib-Abstinenz. Freunde haben mir berichtet, dass sie meine Beiträge vermissen und sich über neue Zeilen freuen. Das motiviert mich ungemein, auch künftig meine Erfahrungen über das Reisen und mit dem Leben zu teilen. Es ist doch immer wieder schön zu erfahren, wie andere Menschen ihr Leben leben, welche Prioritäten sie setzen und was in ihren Augen doch eher unwichtig ist. Das kann inspirieren und lehrreich sein.

Um meinem künftigen Beiträgen einen Hintergrund zu geben und den Einstieg in neue Textinhalte zu bereiten, liest du den heutigen Beitrag. Wenn die Zeit nach der Reise zu einer Reise wird, dann hat man es im Leben richtig gemacht. In dem Fall hat man es geschafft, die Abwechslung und Spannung einer fernen Reise mitzubringen und der Routine zumindest für eine Weile zu entsagen. Und das ist fantastisch! Naja, so sehe ich das zumindest :-)

In jedem Fall ist auch diese Zeit nach der Reise vor der Reise. So sind wir als Familie Wanderlust mittlerweile aufgebrochen, um zwei Monate lang Skandinavien zu erkunden. Dazu und was für ein wunderbares Model die Elternzeit ist, um das Arbeiten und das Reisen zu verbinden, gibt es in Kürze mehr.


Zum Weiterlesen...

Auch anderen Reise-Mamis geht es wie mir. So hat zum Beispiel die Mama Janina einen schönen Beitrag verfasst zu dem Thema Urlaub und Reisen mit Kind: Wie Kinder das Reisen verändern.

Ein bisschen aufs Korn genommen wird der Urlaub mit Kind bei einem Artikel der Zeit: Was sich im Urlaub mit Kindern verändert.

Nadine alias Frau Hibbel, die über das Reisen mit ihren drei Männern schreibt, macht außerdem Mut: Mit Kindern ist das Reisen erstmal (nicht) vorbei


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Christin Wanderlust
Christin Wanderlust
Frau Wanderlust zeigt dir Wege auf, wie du das Reisen und das Arbeiten in der Heimat verbinden kannst. Eine Weltreise muss dabei nicht immer heissen, dass du deinen Job kündigen und alles aufgeben musst. Also schau doch mal vorbei!

2 Kommentare

  1. RB sagt:

    Herzlichen Glückwunsch!

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