parallax background

Wie ein Kölner als Autor und Surfer die Welt bereist

Beitragsbild Sabbatical zum Reisen
Die Informationsquelle für dein Sabbatical zum Reisen
22. März 2017
Beitragsbild Reisekreditkarte zum Geld abheben in Patagonien
Die beste Reisekreditkarte in Patagonien – zum Geld abheben in Chile und Argentinien
7. April 2017
Alle Bilder auf diesem Beitrag beinhalten ein Copyright von Andreas Brendt.

Gerade sitze ich in Bali am Balian Beach im Café und schaue den Surfern zu. Besser könnte das Timing nicht sein, um das Interview mit dem Surfer, Autor, Kölner und Lehrer Andreas Brendt für dich in die Tasten zu hauen.

Vor ein paar Monaten bin ich in Patagonien auf das erste Buch von Andreas Brendt gestoßen: Boarderlines. Surfen, Reisen und sich mit dem Wahnsinn Namens Normalität in der Heimat rumschlagen - das klang spannend.

Und das war es! Ich habe den ersten Teil verschlungen und den zweiten Teil „Fuck you Happiness“ gleich hinterher. Zu dem Buch Boarderlines findest du in meiner Rubrik bereits eine ausführliche Buchrezension.


Zwei Bücher, die dich in die Welt hinaus entführen - und dann wieder zurück

In seinen beiden Büchern beschreibt Andi, wie er in den Weiten der Welt und als Surfer in den Wellen das Glück sucht. Alles begann damals mit einer einfachen Reise nach Australien, wo der Kölner das erste Mal auf dem Brett stand. Von da an hat es ihn nicht mehr losgelassen.

Viele Jahre ist Andi daraufhin durch die Kontinente gereist, immer auf der Suche nach den besten Wellen und dem Sinn vom Leben. Oder irgendetwas in der Richtung.

Seine beiden Bücher führen dich durch Begegnungen mit Haien und Gangstern, durch überraschende Momente, aber auch durch Liebesschmerz und Joballtag. Der ganz normale Wahnsinn also, nur mit viel mehr Humor und Abwechslung.

 
 

Interview mit Andreas Brendt von Boarderlines: seine Bücher
Die beiden Bücher Boarderlines und Fuck you Happiness -
ein Garant für unterhaltsame Lesestunden!

Du kennst die Bücher noch nicht? Dann auf zu deinen Buchhändler des Vertrauens oder über diesen Affiliate Link zu Amazon!

 
 

Das beste Beispiel, wie man surfen, reisen und das Leben in der Heimat unter einen Hut kriegt

Begeistert dachte ich dabei, dass Andi das beste Beispiel dafür ist, wie sich das Reisen und das Leben in der Heimat verbinden lassen. So ist der Kölner, nach seiner mehrjährigen Suche nach sich selbst, heute mehrere Monate im Jahr in der weiten Welt unterwegs. Den Rest der Zeit arbeitet und lebt er in Köln als Lehrer.

Deswegen freue ich mich riesig darüber, dass Andi auf meine Anfrage für ein Interview sofort dabei war. Von der Insel Bali erreichten ihn kurz darauf meine Fragen und aus meiner Wahlheimat Köln kamen viele, inspirierende und spannende Antworten zurück!

Das Timing könnte nicht besser sein. So startet Andreas Brendt gerade mit seiner Tour „wie schnell ist nix passiert?!“ und berichtet auch in live, über seine Erlebnisse.

Wie Andi das Surfen, das Schreiben und das Reisen unter einen Hut bringt, was er tut, wenn er in der Heimat ist und welches die größten Herausforderungen bei alledem sind, liest du jetzt. Deswegen Vorhang auf für Andi!

Portrait Andreas Brendt


CW: Deine Leser, mich eingeschlossen, fragen sich nach dem zweiten Buch „Fuck you Happiness“ sicher, was der Andi aus Kölle wohl jetzt so tut? Im Moment bespaßt du als Berufsschullehrer Kinder in der Schule und weilst in der Heimat, oder?

AB: Ich arbeite daran, auf die Spiegel-Bestseller Liste zu gelangen und mache in diesem Jahr eine Veranstaltungsreihe , die diesem Kindheitstraum dienen sollte :). Ansonsten arbeite ich als Lehrer, darf aber alle zwei Jahre ein Jahr frei nehmen, um mich dem Schreiben zu widmen. Ich bin so dankbar für das Leben, dass mir ermöglicht wird.


Wer wäre Andi heute, wenn er damals nicht mit seinem Kumpel den Trip nach Australien gemacht und mit dem Brett ins Wasser gesprungen wäre?

Ich habe absolut keine Ahnung! Und wenn ich ein wenig darüber nachdenke... immer noch nicht. Das Leben ist schon verrückt. Vielleicht wäre ich ein Jahr später aufgebrochen, vielleicht hätte ich mich einer Karriere als Makroökonom verschrieben :) Danke für die Frage, ein wunderbar gruseliges Gedankenspiel :)



"Egal, was passiert, es wird ne gute Story, ein Erlebnis oder verzaubert im Moment."



Auf deinen Reisen hast du spannende, mitreissende, gefährliche, spassige und auch nervige Situationen erlebt. Was haben dich deine vielen Reisen für dein „Alltagsleben“ gelehrt?

Die verschieden Erlebnisse haben mir gezeigt, dass immer alles gut ist.

Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man durchlebt den größten Mist (á la der Bus landet im Straßengraben, man verbringt die Nacht im Busch) oder man wird mit den schönsten Momenten beschenkt (á la wunderbare Sonnenaufgänge und die besten Begegnungen).

Ersteres wird schnell zu einer tollen Geschichte und lässt mich über die Absurdität des Lebens schmunzeln. Zweiteres ist im Moment fantastisch und bleibt für immer und ewig als Geschenk in meinem Hinterkopf. Das gilt in allen Ländern der Welt (auch Deutschland), aber es war das Reisen, was mir dies erklärt hat. Egal, was passiert, es wird ne gute Story, ein Erlebnis oder verzaubert im Moment.


Wer deine beiden Bücher liest merkt schnell, dass zwei Herzen in deiner Brust schlagen. Du bist gerne in der Heimat bei deinen Freunden und nimmst am hiesigen Leben teil. Gleichzeitig bist du leidenschaftlicher Surfer. Wie gelingt dir der Spagat zwischen den beiden Welten?

Das ist einfach: Ich mache die eine Sache (z.B. Surfen) und beginne nach einer Weile trotz größter Freude die andere (z.B. Heimat und Freunde) ein klein wenig zu vermissen. Und „Missing is great“ :) . Auf jeden Fall wächst gleichzeitig die Vorfreude auf die andere Sache und irgendwann ist der Punkt erreicht, die Sachen zu packen und weiterzuziehen. Herrlich!

Boarderlines: Andreas Brendt beim Surfen
Andi kann es tatsächlich - hier in Aktion auf Wolke 7.


In deinem Buch Boarderlines beschreibst du, dass du damals sehr mit dir gehadert hast. Die Welt „besurfen“ oder VWL-Karriere machen? Mittlerweile hast du als Berufsschullehrer einen Zwischenweg gefunden. Wie war das damals für dich, alternative Wege fernab der „gesellschaftlichen Norm“ zu begehen? Was waren deine Herausforderungen und Ängste und wie hast du sie überwunden?

Natürlich war ich nicht frei von Konzepten, von Normalität und Konvention. Die vielen Reisen haben mir aber gezeigt, wie unterschiedlich das Leben in der Welt ist, und das Normalität und Konvention nur Hirngespinste sind.

Wir können alles machen und das, was hier als normal gilt, ist in anderen Teilen der Welt absurd. Diese Unterschiedlichkeit hat den Druck gemindert, irgendwelchen Konventionen entsprechen zu müssen.

Und als sich dies herauskristallisierte, als mir klar war, dass ich überhaupt gar keinen „richtigen“ Beruf oder eine richtige Karriere machen muss, konnte Freiheit entstehen. Letztendlich hat diese Freiheit dann sogar zu einer kleinen Karriere und einem richtigen Beruf geführt. Es ist toll, wenn das durch Freiheit schön geschmeidig und ohne Muss und ohne Krampf geschehen kann.


Auch wenn man alleine auf Reisen geht, betrifft das ja auch immer das Umfeld. Manchmal überstürtzt sich die Familie ja nicht gerade vor Begeisterung, wenn das Kind in die weite, wilde Welt aufbricht. Die Freundschaften lassen sich aus der Ferne auf Dauer auch schwerer pflegen. Wie war und ist das bei dir? Haben deine Eltern und Freunde dir Tipps gegeben und bist du denen gefolgt?

Nein, irgendwie haben alle gewusst, dass ich meinen Weg schon gehen werde. Und alle waren immer für mich da, wenn ich dann wieder in Deutschland aufgetaucht bin. Dafür fühle ich tiefe Dankbarkeit. Natürlich bei meinen wunderbaren Eltern, aber vor allem auch bei meinen Freunden!



"Die Frage wird bei vielen nicht lauten, ob man reisen soll, sondern wie lange..."



Was würdest du jemandem empfehlen, der auch gerade vor der Entscheidung steht: soll ich meinen Traum verfolgen oder lieber die Karriereleiter aufsteigen? (Und immer diese Frage: was sollen denn die anderen denken :-))

Diese Frage wird mir in letzter Zeit häufiger gestellt :) Ich kann sie natürlich nicht beantworten. Aber ich weiss zwei Dinge:

1. Man wird eine Reise quasi nie bereuen.
2. Man muss die Fehler selber machen.

Egal, ob es die Entscheidung zum Reisen oder für eine Karriere ist. Das nennt man Leben und ich glaube, dass alles aus gutem Grund geschieht, so dass wir absolut keine Fehler machen können.

Und wer jetzt immer noch verzweifelt ist, darf natürlich auch in sich hineinhorchen. Warum möchte man reisen? Welche Träume stecken dahinter und welche Ängste. Die Frage wird bei vielen nicht lauten, ob man reisen soll, sondern wie lange...

Boarderlines: Sonnenuntergänge
Bei solchen Sonnenuntergängen ist eines klar: reisen ist großartig!


Was machst du, wenn du zu Hause in Köln bist und dir in der Reisepause etwas Reisegefühl nach Hause holen

Ich verbringe Zeit mit Freunden, mache kleine Ausflüge mit meiner Freundin, lese viel und arbeite noch mehr. Und zum Glück muss ich ja nie länger als 3 Monate warten, bis es wieder losgeht. :)


Dieses Jahr startest du deine Tour: „Wie schnell ist nichts passiert“. Du warst schon in Berlin und Wuppertal. Wie wars und was erwartet die Lese- und Reisebegeisterten dieses Jahr noch?

Ich kann´s kaum beschreiben. Ich war sehr nervös beim ersten Mal und beim zweiten Mal lief alles schief. Dennoch wurden beide Abende total wunderbar, so dass nichts hätte besser laufen können. Die Nervösität in Wuppertal hat mich mit Konzentration und Flow und Energie versorgt.

Und sogar der am Veranstaltungstag annullierte Flug nach Berlin, die verzweifelte Jagd auf der Autobahn, die defekte Technik, all das hat dem Abend in Berlin seine Magie verliehen. Denn genau darum geht es ja: Wie schnell ist nix passiert! :)

In den kommenden Wochen folgen weitere Abende und ich bin so gespannt und freue mich über alle, die bereit sind einen ganz besonderen Abend zu erleben. Am 28.4 in Köln und in der Woche danach in Düsseldorf.


Was sind deine nächsten Reiseziele?

Ich komme gerade nicht dazu zu planen. Natürlich immer wieder Mexico und Indonesien. Darüber hinaus Madagaskar und Irland...


Vielen, vielen Dank Andi, für deine lesenswerten und inspirierenden Antworten! Zum ersten Mal ist es schade, dass ich noch bis Juni 2017 unterwegs bin. Hoffentlich hast du danach noch ein Tour-Termin für deine Veranstaltungsreihe in petto.

Solltest du jetzt auf den Geschmack gekommen sein, dann hier nochmal der Hinweis: du kannst Andi live auf seiner Tour "Wie schnell ist nix passiert" sehen. Erfahre die aktuellsten Termine direkt auf seiner Webseite.

Wenn du die Bücher Boarderlines und/oder Fuck you Happiness noch nicht gelesen hast, dann ist jetzt Zeit für den Gang zu deinem Buchhändler des Vertrauens. Die bequeme Variante führt dich andernfalls über diesen Affiliate Link Richtung Amazon.

Solltest du hierüber eins der Bücher kaufen, so fließt ein Teil deiner Kohle als Provision an Frau Wanderlust. du bezahlst natürlich keinen Cent mehr.



Hat dir der Beitrag gefallen? Dann teile ihn gerne in deinen Netzwerken...
 
Christin Wanderlust
Christin Wanderlust
Frau Wanderlust zeigt dir Wege auf, wie du das Reisen und das Arbeiten in der Heimat verbinden kannst. Eine Weltreise muss dabei nicht immer heissen, dass du deinen Job kündigen und alles aufgeben musst. Also schau doch mal vorbei!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.