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Die Business Class macht’s möglich

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Mein erstes Mal

Reihe 1a. Die allererste Sitzreihe im Flugzeug. Weiter vorne sitzen nur der Pilot und die Stewardess kurz beim Start. Ich schwebe über den Wolken und dem französischen Boden, in über 10.000 Metern Höhe, in einer Lufthansa Maschine auf dem Weg von Frankfurt nach Bilbao.

Und ich tue es in der Business Class. Viele tausende Kilometer bin ich in meinem Leben geflogen, zweimal rund um die Welt und mehrmals bis nach Neuseeland und zurück. Doch über die Economy Class hinaus habe ich es noch nie geschafft und deswegen ist mein heutiges Deluxe Schweben ein toller Anlass für diesen Beitrag.


60 Tausend Flugmeilen bis zum ersten Upgrade in die Business Class

So haben mir diese zahlreichen Flüge immerhin über 60 Tausend Meilen bei der Star Alliance beschert - nachdem ich irgendwann mal mit dem Sammeln angefangen habe. Diese Meilen ließen sich dann zusätzlich zu einem kleinen Endgeld gegen Business Class Flüge von Frankfurt nach Bilbao eintauschen. Andernfalls sind die Flüge in der Business Class ja schließlich um einiges teuerer, als die klassischen Economy Class Flüge.

Immer mal wieder, wenn Business Class Fluggäste in der Schlange der Gepäckaufgabe, oder beim Einsteigen ins Flugzeug an mir ganz entspannt vorbei geschlendert sind, habe ich mich gefragt, wie sich das wohl anfühlt.

Heute kann ich es beantworten. Es macht Spaß!

Business Class fliegen - macht einfach Spass!

Ich würde ja nicht behaupten, dass das Fliegen in der Holzklasse nicht auch Spaß macht. Tut es. Aber irgendwie ist die ganze Prozedur um von A nach B zu kommen als Business Class Reisende doch etwas entspannter.


Stau ist nur hinten doof, vorne gehts

Es geht los mit der Gepäckaufgabe. Während sich am normalen Schalter mehrere Reihen bilden, um nach einer wahren Geduldsprobe die Koffer aufzugeben, sind die Business- und First Class Schalter leer. Dahinter sitzen freundliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die einem ganz entspannt die Koffer und Rücksäcke abnehmen und noch freundliche Hinweise geben. Auf das freundliche "bitte begeben Sie sich direkt durch die Security, dort ist gerade recht viel los", bin ich natürlich direkt in die entsprechende Richtung aufgebrochen.

Doch auch bei der Sicherheitskontrolle bekommt man als Business Class Reisende eine Extrawurst. Oder vielmehr eine eigene Schlange zum anstellen, mit viel weniger Leuten vor sich. Wie heißt es so schön - "Stau ist nur hinten doof, vorne gehts."


Business Lounge - so lässt es sich warten

Kommen wir zum absoluten Highlight der Business Class Reise. Ich hatte vor dem Abflug den berechtigten Zugang zur Business Lounge. In dieser Lounge stehen dem Besucher alle Annehmlichkeiten kostenfrei zur Verfügung, die man sich nur wünschen kann. Es gibt ein großes Zeitungs-Repertoire, kostenfreie Speisen und (auch alkoholische) Getränke, WLAN zum Surfen und einen schönen Ausblick auf die Start- und Landebahn.

Beim Gang auf die Toilette zeigt sich ebenso ein anderes Bild, als das Gewohnte. Es ist aufgeräumt, ordentlich, es gibt Blumen, die Türen öffnen sich automatisch und es duftet wunderbar nach Sauna.

Man könnte meinen, ich bekomme Geld für diesen Beitrag, dabei bin ich einfach nur begeistert.


Typisch deutsch: immer gerne für eine Beschwerde zu haben

Soweit, so gut. Auch die längste Aufenthaltsdauer in der Business Lounge geht einmal vorbei und es war Zeit für den Flieger.

Für meinen heutigen Flieger nach Bilbao gab es leider keine eigene Business Class Schlange - bummer. Und auch die Sitze im Flugzeug waren nicht ganz so komfortabel, wie ich es mir in meinen Träumen erhofft hatte. Anspruchsvoll, nicht wahr!?

Immerhin bleibt der Mittelsitz in der Business Class frei und lässt sich auch für Paare, die kuscheln wollen, nicht verrücken. So bleibt einem ganz sicher deutlich mehr Platz zum breit machen, als ein paar Reihen weiter hinten in der Maschine.


Einmal Rockstar sein

Der Start fühlte sich dann an, wie immer. Langsames Anfahren, dann Vollgas geben und ab schwebte unsere Maschine hinauf Richtung Himmel. Kurz darauf verschwanden die Leuchtzeichen, die alle Passagiere darüber informieren, dass die Überlebenschancen im Angeschnallt-sein-Status-Quo doch deutlich höher sind. Dann, nochmal wenige Minuten später höre ich meinen Namen.

"Frau Koch, Sie haben asiatisches Essen bestellt. Es kommt sofort." "Frau Koch, was darf es denn zu trinken sein?" "Möchten Sie noch etwas Kaffee, Frau Koch?" Wow, wow, wow - ich bin ein Rockstar. Okay, für meine Unterschrift hat sich die Stewardess dann doch nicht interessiert.


Richtiges Essen mit richtigem Besteck und richtigem Geschirr

Business Class der Lufthansa, Ausblick in der ersten Reihe Als aufmerksamer Leser hast du im übrigen richtig gelesen. Asiatisches Essen! Auf einem 2 Stunden Flug! Und zwar gab es dieses mit richtigem Besteck, auf einem Porzellanteller und das zugehörige Bierchen gab es aus einem echten Glas. Somit ist Fliegen in der Business Class auch deutlich umweltfreundlicher, da man durch das Essen nicht so überaus viel Plastikmüll verursacht, wie in der Economy Class.

Last but not least bin ich als Business Class Reisende ganz nah dran an der Crew. Hier vor mir, treffen sich alle Besatzungsmitglieder, die für das Wohl der Passagiere verantwortlich sind. Mit verschiedensten Späßen haben sie vorm Abflug und nunmehr auch während dem Flug in den drei Reihen der Business Class für gute Laune gesorgt. Diese gute Laune trägt sich oft gar nicht bis in die hinteren Reihen einer Maschine, finde ich. Ohne behaupten zu wollen, dass Besatzungsmitglieder hier unfreundlich sind, aber eben nicht so überdurchschnittlich gut gelaunt, wie ganz vorne.


Auf ein Wiedersehen in den hinteren Reihen

So. Damit habe ich genug geschwärmt und werde den Flug nun noch etwas geniessen. Denn nachdem mich der nächste Flieger in einer Woche zurück auf deutschen Boden absetzen wird, werden wir uns definitiv in der Economy Class, oder bereits der Schlange bei der Gepäckabgabe oder der langen Security Line wiedersehen.



Ja, so war das - meine erste Business Class Erfahrung. Bist du auch schonmal Business Class geflogen? Wie war das? Und wohin überhaupt? Ich bin gespannt, wie das Ganze bei dir lief und wie deine Erfahrungen waren!

Christin Wanderlust
Christin Wanderlust
Frau Wanderlust zeigt dir Wege auf, wie du das Reisen und das Arbeiten in der Heimat verbinden kannst. Eine Weltreise muss dabei nicht immer heissen, dass du deinen Job kündigen und alles aufgeben musst. Also schau doch mal vorbei!

2 Kommentare

  1. Steffi sagt:

    Hahaha, ich kann Deine Begeisterung total verstehen.
    Ich bin dieses Jahr auch zum ersten Mal Business Class geflogen.
    Und dann gleich bis nach Kanada.

    Ich war total begeistert von den freundlichen Stewardessen und vom Platz den ich hatte.
    Und das Essen…wow, darüber könnte ich immer noch schwärmen.
    Echtes Geschirr und Besteck und dazu mega leckeres Essen!
    Und Getränke gabs immer wieder, so schnell konnte ich gar nicht austrinken.

    Ein großartiges Erlebnis!
    Und schön mal zu wissen, wie sich „Die Vorne“ so fühlen 🙂

    Viele Grüße
    Steffi

    • Hallo Steffi,

      bis nach Kanada – na das klingt ja richtig, richtig gut. Dann bist du auch noch in den Genuss der Deluxe-Sitze gekommen. Oh man, ja – das ist echt ein ganz anderes Flugerlebnis. Genauso so, wie du es beschreibst!

      Ich bin dafür, dass Reiseblogger immer Business Class fliegen dürfen 😛

      Bei mir heißt es jetzt wieder fleißig Meilen sammeln… Wenn du gute Tipps hast, wie man öfter mal in der Business Class fliegen kann, dann unbedingt her damit 🙂

      Schöne Grüße zurück sendet dir,

      Christin

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