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Gerade liege ich in einer Hängematte im kolumbianischen Santa Marta und schaue auf den Pool meines Hostels. Viele lachende Reisende entspannen hier, quatschen miteinander über die Welt und genießen die Sonne. Was für ein Leben.

Die Tatsache, dass wir alle hier herum sitzen und das Leben geniessen, ist nicht selbstverständlich. Ich selbst schwimme dauerhaft gegen den Strom der Normalität. Gegen die Ansprüche der Gesellschaft.

Die Menschen in meinem Umkreis haben sich daran gewöhnt, dass ich ihnen andauernd von neuen Reiseplänen erzähle und dann immer wieder für ein paar Monate unterwegs bin. Mal länger, mal kürzer.


Wenn das Wörtchen "wenn" nicht wäre

Eigentlich arbeite ich als Unternehmensberaterin im Marketingbereich. Erst habe ich das in Festanstellung getan. Dann bin ich Freiberuflerin geworden, weil sich mein Traum vom mehrmonatigen Reisen im Jahr mit dem alten Job nicht verbinden ließ. Nun ist es möglich. Ich arbeite sechs bis neun Monate im Jahr und reise den Rest davon.

Manche erklären mich für verrückt. Sie fragen mich, ob ich mir keine Sorgen über morgen mache. Wie das dann läuft, mit der Altersvorsorge? Was, wenn ich arbeitslos bin, nach einer Reise und mal keine Projekte finde? Was, wenn etwas passiert?

Ich denke mir hingegen: was, wenn ich mein Leben verpasse? Wenn ich ein Leben lebe, dass den Ansprüchen anderer entspricht, aber nicht meinen eigenen? Wie ist das, wenn ich jahrelang einer Arbeit nach gehe, die mich nicht erfüllt? Nur wegen des Geldes? Einer Wohnung? Einem Auto? Der Gesellschaft?

Tröstet mich die Gesellschaft, wenn ich alt bin? Wenn ich dann sagen muss: "als ich jung war, da hatte ich mal Träume". Als ich jung war, da wollte ich reisen und die Welt sehen. Doch dann liebe Gesellschaft, dann hast du mir gesagt, ich muss Geld verdienen, eine Familie gründen und Kinder kriegen, ein Haus bauen. Also bin ich nicht reisen gegangen und habe immer nur davon geträumt.

Nein, nein! So weit wollte ich es niemals kommen lassen. Keiner tröstet uns, wegen verpasster Träume. Keiner passt auf uns auf, wenn wir zu viel arbeiten und dicke Ringe unter den Augen tragen, weil wir monatelang die Nächte durchgearbeitet haben. Einen feuchten Händedruck. Den gibt es vielleicht. Danke!


Was glücklich macht

In zehn Jahren habe ich ungefähr dreißig Länder ausserhalb Europas bereist. Ich war auf fünf Kontinenten, habe verrückte Sachen gemacht und gesehen, einmalige Menschen kennengelernt, Nächte durchgetanzt und Tage dann zur Nacht gemacht.

Während ich das tat, ist etwas bizarres passiert. Ich war glücklich. Ohne viel Geld - einfach nur, weil ich von tollen Menschen umgeben war, mich selbst finden und mich verwirklichen durfte. Die Einheit, in der ihr mein Glück messen müsst, ist Freiheit und Zeit, nicht Geld!


Mein Lebensweg ist noch nicht gezeichnet

Es ist mein Lebensweg. Ein Weg, der nicht geradeaus führt und auch ein Weg, der noch nicht vorgezeichnet ist. Muss man eigentlich einen Lebensplan bis zur Rente haben? Ich laufe los, schaue mal links und mal rechts. Dann öffnen sich Türen und andere schließen sich. Ich finde es spannend, aufregend.

Lebensweg, Träume, Wege gehen

Ist es immer einfach? Natürlich nicht. Es ist alles andere als einfach, wenn wir Wege fernab der betretenen Pfade gehen wollen. Wir werden angestarrt, es gibt Blockaden und manchmal werden wir ein bisschen zurück geschoben. Unser größter Feind sind oft unsere eigenen Gedanken, unsere Ängste vor Veränderungen und dem Unbekannten.

Doch davon sollten wir uns nicht aufhalten lassen, denn der Gewinn ist größer, als der Schmerz.


Schreiben und Reisen, zwei Leidenschaften in einer

Deswegen sitze ich heute hier in diesem Hostel in Santa Marta. Nach verschiedenen Projekten in meinem Beruf als freiberufliche Unternehmensberaterin, bin ich mal wieder vom Wege abgewichen. Ich möchte nur mal schauen, was da vorne um die Ecke ist.

Acht Monate reise ich nun um die Welt. Und ich schreibe diesen Blog, den du gerade liest und möchte so meine Leidenschaft für das Schreiben mit der Reiselust verbinden. Journalistin zu sein, war mein Kindheitstraum und nun nähere ich mich dem.

Ich möchte mit meinen Zeilen Menschen bewegen. Ich möchte Ihnen zeigen, wie toll das Reisen ist, was es uns gibt und wie wir es mit unserem Leben in der Heimat verbinden können. Für die Leser mit Fernweh, möchte ich Motivation und Inspiration sein, ihre Reiseideen in die Tat umzusetzen. Das ist der Weg, den ich seit Juli 2016 gehe. Vier Monate lang habe ich diesen Blog aufgebaut und nun bin ich los gereist. An welche Abzweigungen mich die nächsten acht Monaten führen werden, weiß ich heute noch nicht. Ich weiß jedoch, dass mir das Schreiben, genauso wie das Reisen großen Spass macht und ich hoffe, dich lieben Leser, zu bewegen.


Lebe deine Träume

Jeder hat seine eigenen Träume. Dein Traum muss nicht unbedingt eine Weltreise sein. Vielleicht bist du super glücklich mit der Aufgabe, die du täglich erfüllst. Das ist fantastisch! Doch wir alle haben Träume! Was ich mit diesen Zeilen sagen möchte, ist, dass wir uns diese erfüllen sollten! Wir leben ein einziges Leben und das gibt uns keiner zurück.

Alle Menschen, die du siehst und die sich ihre Träume erfüllen, haben es nicht einfach. Es wird keinem in die Wiege gelegt und es war für alle ein weiter, steiniger Weg. Doch manche laufen los und manche eben nicht. Bitte tue dir den Gefallen und gehöre zu den Menschen, die Loslaufen! Frage dich, was im schlimmsten Falle passieren kann, wenn du losläufst?

Oft wird uns klar, dass der schlimmste Fall gar nicht so schlimm ist, wenn wir erstmal tiefer gehend darüber nachdenken, was überhaupt passieren könnte. Also los! Auf gehts! Jeder kann loslaufen. Alles was es braucht, ist Mut. Und für die Mutigen wartet etwas. Es ist Karma! Dieses Karma sorgt dafür, dass die Dinge zusammen kommen und alles viel besser wird, als du es dir träumen kannst.

"Am Ende wird alles gut! Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende", sagt ein indisches Sprichwort.



Dieser Beitrag ist gleichzeitig meine Bewerbung für den ERGO Blog Award #DeinWeg 2016.

Christin Wanderlust
Christin Wanderlust
Frau Wanderlust zeigt dir Wege auf, wie du das Reisen und das Arbeiten in der Heimat verbinden kannst. Eine Weltreise muss dabei nicht immer heissen, dass du deinen Job kündigen und alles aufgeben musst. Also schau doch mal vorbei!

2 Kommentare

  1. Thony Lindberg sagt:

    Liebe Christin, es ist wunderbar Deine Beiträge zu lesen. Der Inhalt regt zum Nachdenken an
    Rentner Thony

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