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Die Angst davor es anders zu machen und reisen zu gehen, was sollen denn die Nachbarn denken?

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Ich sass in meine Bürostuhl. Schwitzige Hände, pochendes Herz, wirre Gedanken. Gerade war die Bombe geplatzt.

Ich hatte meinen Job gekündigt.

Ich starrte auf den flimmernden Bildschirm und alles, was sich bis vor wenigen Tagen noch nach so einer unglaublich guten Entscheidung anfühlte, verblass jetzt.

"Bist du verrückt, einen Fristlosen Job zu kündigen?"
"Eine solche Bezahlung und Verantwortung, das ist doch ein Jackpot!"
"So etwas findest du nie wieder!"
"Das ist aber mutig, bist du dir sicher, dass du weißt, was du tust?"

... ob ich wusste, was ich tat? Ob ich mir sicher war? Naja. So halbwegs. Dachte ich zumindest.


Tausche Job gegen Freiheit

Ich wollte reisen gehen und weil mir die 30 Tage Urlaub damals nicht genug schienen, beschloss ich meinen Job zu kündigen. Schließlich wollte ich mehrere Monate auf Reisen gehen und nicht nur Urlaub machen. Das schien mir ein fairer Deal zu sein - tausche Job gegen Reise!

Also! Gesagt getan!

Doch dann kamen die Fragen aus dem Freundes- und Arbeitskreis. Die Verunsicherung wuchs, die Routine und der Lebensstil der Gesellschaft fingen an meinen Flügel zu beschneiden.

Mit einmal schien der Tausch Job gegen Freiheit nicht mehr so natürlich und verlockend.


Licht am Ende des Hurrikan-Auge

Wenn es dir auch so geht, wenn du auch in diesem Hurrikan aus Verunsicherung und Lust aufs Reisen bist, dann kommt jetzt ein Licht am Ende des Auges!

"Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst", sagte der Motivationsredner und Unternehmensgründer Jim Rohn einmal (einen schönen Beitrag dazu gibt es auch bei MyMonk).

Das trifft auf uns alle zu!


Jetzt zeigt sich, wo das Licht ist

Nehmen wir zu plakativen Beschreibung mal das Szenario aus dem Büro. In diesem Fall soll es als Szenario 1 dienen.

Ein Bürojob! Die Kollegen kommen und gehen jeden Tag zur gleichen Zeit, sie haben ihr Leben schon durchgeplant und überhaupt ist alles reichlich festgesessenen. Freitag ab eins macht jeder seins und komm ich heut nicht, komm ich morgen.

Szenario 2 hingegen spielt in der südamerikanischen Stadt Cusco, in Peru. Du sitzt in einem Café, schlürfst gemütlich deinen Kaffee. Neben dir sitzen ein paar Reisende und das Café wurde gerade von ein paar innovativen peruanischen Künstlern eröffnet.

Wie veränderst du dich? Welche Gedanken hast du in Szenario 1 und welche in Szenario 2? Was für Ideen lässt du zu? Wann hältst du es für legitim deine eigene Erfüllung zu suchen und wo nicht?


Die gute Nachricht

Hatte ich oben etwas von einer guten Nachricht versprochen? Stimmt! Hier ist sie.

Die gute Nachricht ist, dass Reisen zu gehen, die Welt zu entdecken, verrückte Sachen zu machen, sich selbst zu entdecken, etwas zu erleben und mal aus sich rausgehen (bis es nicht mehr weiter geht), total normal ist!

Es ist nur eine Frage der Perspektive! Eine Frage des Betrachters!

ich stehe Kopf

"Wer die Perspektive ändert, sieht die Dinge in einem ganz anderen Licht." Engelbert Schinkel


Was ist denn schon normal?

Kommen wir nochmal zurück zu mir, in meinem Bürostuhl, mit nassen Händen, klopfendem Herzen und verworrene Gedanken.

Es gibt einfach Menschen, die ein ganz anderes Leben pflegen als der klassische Freiheitsnarr, der Selbstverwirklicher, der Suchende, der Reisende.

Mit anderen Werten und anderen Dingen, die sie als wichtig erachten, haben diese Menschen natürlich auch eine andere Meinung zum Thema reisen.

Sie werden Dich möglicherweise für verrückt erklären und sie werden sagen, dass du deinen Lebenslauf wegschmeisst und all die Sicherheit aufgibst.

Doch müssen wir uns davon beeinflussen lassen?


Des Rätsels Lösung

Sobald du dich mit Menschen umgibst, die auch Reisen und die viel unterwegs sind, spielt mit einmal ein ganz neuer Film. Mit einmal ist es völlig normal, auszubrechen. Loszulassen. Wenn du erstmal auf der Reisen bist, wirst du so unendlich viele spannende Menschen treffen, die es genau so gemacht haben, wie du.

Weg mit dem Job, her mit der Freiheit, heißt dann die Devise!

Wir sind ein Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen! Da kommt natürlich auch unser Umfeld, unsere Freunde und unsere Familie ins Spiel.

Die Familie kann man sich ja bekanntlich nicht aussuchen. Bei dem Spruch, "was sollen denn die Nachbarn denken", hilft daher nur ein langer Atem und das (tolle) Ziel vor Augen.

Doch wenn wir uns tatsächlich von unserem Umkreis beeinflussen lassen, und wir die Wahl haben, mit welchen Freunden wir uns umgeben, so können wir zumindest hier wählerisch sein.


Die richtige Reiselust-Umgebung suchen

Wenn in dir der Reisegedanke keimt und er in deinem Umkreis kein Anklang findet, dann suche dir Mitmenschen und Freunde, die deine Wanderlust teilen und sie in dir weiter treiben.

Sei in Gruppen (wie wäre es zum Beispiel mit Events von Couchsurfing oder bei Facebook zum Beispiel hier oder hier), Meetups und Foren (zum Beispiel hier) unterwegs, um auf Reise-Wütige zu treffen und tausche dich aus. Gerade Meetups sind eine hervorragende Möglichkeit, Gleichgesinnte auch in deiner Stadt zu treffen.

Du wirst merken, dass du mit deiner Reiselust wirklich nur einer unter ganz Vielen bist. Und das wird gut tun!

Wenn du erstmal am Abend in der Bar sitzt und dich mit den anderen bei einem Cuba Libre zu den heißesten Stränden Brasiliens, den höchsten Bergen Nepals oder den entspanntesten Yoga-Destinationen in Indonesien austauschst, wirst du automatisch in einen Reisesog eingezogen.

Des Rätsels Lösung muss natürlich nicht immer die Kündigung des Jobs sein. Doch wenn du Lust aufs Reisen hast, dann lasse dich nicht zurückhalten von falschen Ermutigungen und Lebensbeispielen deiner Mitmenschen. Dazu sind das Leben zu kurz und die Möglichkeiten zu vielfältig!


Also raus aus dem Sessel und rein ins Getümmel!

Melde dich noch heute über Meetup für das nächste Event unter Reisenden in deiner Region an!

Schau auch mal auf meiner Facebook-Seite vorbei, um dich mit Reiselust-steigernden Inhalten zu versorgen.

Schreib mir deine Meinung in den Kommentaren.

... und für den Fall, dass es dann konkret in die Reiseplanung geht, melde dich für meinen Newsletter an (ganz unten auf dieser Seite). So bleibst du immer Up-to-Date, wie sich Reisen und Arbeiten auch kombinieren lassen und was du bei der Reiseplanung alles beachten musst.

Christin Wanderlust
Christin Wanderlust
Frau Wanderlust zeigt dir Wege auf, wie du das Reisen und das Arbeiten in der Heimat verbinden kannst. Eine Weltreise muss dabei nicht immer heissen, dass du deinen Job kündigen und alles aufgeben musst. Also schau doch mal vorbei!

2 Kommentare

  1. Hallo Christin, die Bedenken vor einer Weltreise kenne ich. Ich hab 2012 auch meinen Job für eine Weltreise gekündigt und musste oft die Frage beantworten, ob ich das nicht für eine Schnapsidee halte 😉 Ich kann nur sagen: Das waren die best-investierten Euros, die ich je ausgegeben habe. Eine Langzeitreise macht so viel Spaß und man macht viele tolle Erfahrungen. Ich wünsch dir ganz viel Spaß auf Deiner Reise und werde hier vermutlich demnächst sehnsüchtig mitlesen… Liebe Grüße, Imke

    • Hallo Imke, vielen Dank für deinen tollen Kommentar. Haha – das kommt mir sehr bekannt vor. Schön, dass du am genau die gleichen, positiven Erfahrungen auf Reisen gemacht hast.
      Vielen Dank auch für deine Reise-Wünsche. Ich freue mich, wenn ich bei dir mit den kommenden Reisebeiträgen etwas Sehnsucht auslösen kann und vielleicht sehen wir uns ja dann irgendwann mal an irgendeinem Ende der Welt 😉
      Jetzt kommen erstmal sonnige Grüße aus Nordspanien,
      Christin

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