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Wie die Digitalisierung die Reisewelt verändert hat

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Die Digitalisierung hat die Reisewelt revolutioniert. Nichts ist mehr, wie es einmal war, alles ist neu und funktioniert anders.

So sind nunmehr das Handy and der Laptop zum stetigen Reisebegleiter auf Kurz-, Fern- und Weltreisen geworden. Mit diesen beiden Devices kommen eine Vielzahl von Möglichkeiten, aber auch potentiellen Nachteilen auf uns zu.


Die Herausforderung der Digitalisierung der Reisewelt

Die Digitalisierung der Reisewelt bringt deshalb für uns als Reisende eine große Herausforderung mit sich. Das Gute dabei ist, dass die Herausforderung selbst nicht neu ist. Es ist die altbewährte Suche nach dem goldenen Mittelweg.

Die Art der Herausforderung ist jedoch eine Andere. Es ist nämlich der Mittelweg, der die Vorteile der Digitalisierung der Reisewelt sucht und gleichzeitig die Nachteile vermeidet. Wie immer sind es zwei Seiten der gleichen Medaille und es ist ein Drahtseilakt.

Da ich auf meiner Weltreise in Asien über viele Dauerblicke in Mobiltelefone gestoßen bin, habe ich mich die Tage ausgiebiger mit dem Thema beschäftigt. Deswegen näheren wir uns diesem Mittelweg einmal gemeinsam an.


Vorteile der Digitalisierung der Reisewelt

Die Digitalisierung der Reiswelt bringt ein paar bedeutende Vorteile mit sich, die mich als Reisende und Weltverbesserin sehr glücklich machen.


Vorteil #1: Tolle Unterkünfte und Lokalitäten erscheinen auf unserer Bildfläche

Ein Trend der Digitalisierung sind Bewertungsplattformen, auf der alle möglichen Unternehmen im Internet von Privatpersonen bewertet werden. Ob Tripadvisor, Yelp, Booking, Foursquare oder sonst eine Plattform - sie alle helfen uns Reisenden bei der digitalen Vorauswahl der Orte, an denen wir gerne unser Geld ausgeben.

Das führt dazu, dass wir nicht mehr mit den Rucksäcken durch Ortschaften laufen müssen, um beispielsweise Unterkünfte zu suchen. Vielmehr können wir vorab tolle Hostels mit guten Bewertungen heraus suchen und gezielt dahin laufen.

Auch mit Restaurants und Café’s funktioniert das und sorgt dafür, dass wir die Zeit mit nettem Personal und leckerem Essen oder bei einem guten Cappuccino verbringen können.

Tolle, freundliche und nachhaltige Angebote entstehen nicht nur, sondern überleben, während die Geldmach-Maschinen ohne Flair untergehen.

Das lobe ich mir in unserer digitalen Reisewelt.

Digitalisierung der Reisewelt: schönes Café
Dieses schöne Café haben wir in Sanur in Bali auf digitalem Wege gefunden. Zufällig wären wir hier nicht vorbei gelaufen.


Vorteil #2: Neue Businessmodelle wie AirBnb entstehen

Das Entstehen neuer Geschäftsmodelle umfasst einen zweiten Vorteil der Digitalisierung der Reisewelt. Einige dieser Geschäftsmodelle haben sich ihre Daseinsberechtigung mehr als verdient, da sie einen wahren Mehrwert schaffen.

So haben beispielsweise AirBnb & Co. die Art und Weise revolutioniert, wie wir Reisenden übernachten. Dabei vermieten Privatleute ihre Zimmer, Wohnungen oder ganzen Häuser. Wir Reisende nächtigen dann wie die Einheimischen, gehen in lokale Geschäfte und erleben das lokale Flair.

Da tanzt das Reiseherz buchstäblich.



Lesetipp: wie du auf Reisen sonst noch übernachten kannst, liest du im Beitrag
Übernachten auf Reisen: das A und O für eine gelungene Zeit



Vorteil #3: Erleichtert das Reisen bei bestehenden Sprachbarrieren

Hin und wieder führt uns eine Weltreise auch mal in Teile der Erde, in denen die englische Sprache keine Selbstverständlichkeit ist. In diesem Fall gewinnt die digitale Entwicklung unglaublich an Bedeutung und wir nehmen jede digitale Unterstützung dankbar an.

So gibt es beispielsweise Übersetungs-Apps, die helfen, bestehende Sprachbarrieren aus dem Weg zu räumen. Auf meiner letzten Reise durch China, haben diese Applikationen auf meinem Handy das Vorankommen überhaupt erst ermöglicht. Hierbei versetzte mich die App Pleco erstmal in die Lage, mit den Chinesen zu kommunizieren. Mein gesprochenes Englisch wurde dann nämlich in chinesische Schriftzeichen übersetzt und ich wiederum konnte die chinesische Antwort lesen.

Ohne diese App würde ich wahrscheinlich immer noch auf einem Bahnhof in Tai’an stehen.

Die App Rome2Rio ermittelt wiederum digital den besten Weg, um von A nach B zu kommen, während MapsMe uns Reisenden anzeigt, wo wir uns mitten in Beijing gerade befinden.

Das erleichtert das Reisen ungemein.


Vorteil #4: Einkommensquellen öffnen sich für Menschen in der ganzen Welt

Das Schönste an der Digitalisierung der Reisewelt ist jedoch, dass Menschen aus aller Welt mit einmal Teil des Marktes werden.

Dabei kann eine alleinstehende Mutter im mexikanischen Cancún mit einer Zimmervermietung über AirBnb mit einmal ein eigenes Business aufbauen. Eine Familie auf Bali kann ein Restaurant eröffnen und mit guten Bewertungen im Internet die Reisenden anziehen, selbst wenn das Restaurant erst auf den zweiten Blick einladend wirkt.

Ein Student in Siem Reap kann seine Dienste als Guide für Angkor Watt anbieten, während ein Familienvater Kochkurse für die Küche in Kambodscha anbietet.

Auch hier gilt: Klasse setzt sich über gute Bewertungen im Internet durch. In dieser digitalen Reisewelt haben alle eine Chance, ein Stück vom Kuchen der Reisewelt abzubekommen.

Digitalisierung der Reisewelt: Kochkurs in Phnom Penh
Hier haben wir in Phnom Penh in Kamboscha kochen gelernt. Eine wunderbare Erfahrung.

 
 

Man muss etwas vom Wesen der Bewegung verstehen, um einen Sinn für die Zukunft zu erlangen.

- Aristoteles
 
 

Nachteile der Digitalisierung der Reisewelt

Wie so oft, ist jedoch nicht alles Gold, was glänzt. So zieht die Digitalisierung der Reisewelt auch einige Nachteile mit sich. Der Preis für die genannten Vorteile ist hoch und wir zahlen diesen vor allem mit dem Verlust der realen, sozialen Interaktion.


Nachteil #1: Kein Abschalten mehr von der Heimat - ständiger Austausch

Egal ob auf kurzen Urlauben oder auf langen Reisen. Die Digitalisierung hat dazu geführt, dass wir unterwegs kaum noch abschalten können.

Selbst am anderen Ende der Welt und in fast jedem Winkel ist heutzutage das Internet angekommen. Wer sich auch unterwegs oft mit den sozialen Medien und den News aus der Heimat beschäftigt, wird sich schwer auf die Realität einlassen können.

Emotional sind wir dann nicht auf Reisen, sondern in der Heimat. Wozu geben wir dann so viel Geld aus, um überhaupt in andere Kulturen, Religionen und Umgebungen zu fliegen? Zumal wir mittlerweile auch mit Google Street View und Bildern aus dem Internet digital verreisen können.


Nachteil #2: Der Austausch mit den Freunden in der Heimat ist wichtiger geworden, als die Realität auf Reisen

Es scheint, als wäre der Austausch mit den Freunden und der Familie in der Heimat wichtiger geworden, als die Interaktion auf Reisen. Natürlich ist es schön, hin und wieder etwas von zu Hause zu hören und seine Erlebnisse selbst mitzuteilen.

Doch wenn wir in unsere Handys starren, um Fotos und Eindrücke zu teilen, dann können wir nicht mehr in unserer Umwelt agieren.

Zudem ist es auch eine Herausforderung auf Reisen, mit sich selbst auszukommen und nicht bei jedem Anflug von Langeweile direkt auf das Handy zu schauen und die Interaktion mit zu Hause zu suchen.


Nachteil #3: Die soziale Interaktion ändert sich

Mit gerade mal Anfang 30 scheint es ein bisschen vermessen zu behaupten, früher wäre alles besser gewesen. Anders trifft es wohl eher. Doch in meinen ersten Jahren auf Reisen, vor so zehn Jahren, saßen Reisende gemeinsam am Lagerfeuer oder in Hostels und haben geredet. Ja, richtig gelesen! Sie haben mit einander gesprochen, gelacht, gespielt und sich aufeinander eingelassen.

Heute kommen wir als Reisende in Unterkünfte und überall sind diese digitalen Bildschirme, in die alle starren. Und ich meine ALLE! Wenn in einem Raum 20 Leute sitzen und sich davon zwei mit einander unterhalten, dann ist das eine gute Quote.

Und genau das ist es, was den Preis der Digitalisierung der Reisewelt so hoch steigen lässt.

Uns geht das Miteinander verloren. Das fremde Menschen treffen, das Kennenlernen der anderen Kulturen, der Austausch, das gemeinsame Lachen und Leben, das Erleben von einmaligen Abenden, die einem keiner mehr nehmen kann, scheitern an einem Handy und Laptop.

Digitalisierung der Reisewelt
Ein Blick in die Metro in Shanghai zeigt ein hier verbreitetes Bild. Einfach jeder schaut ins Telefon.


Nachteil #4: Uns geht das Abenteuer verloren

Last but not least bedeutet das Reisen im Zeitalter der Digitalisierung auch weniger Abenteuer. Zum Einen lassen wir uns, wie beschrieben, weniger aufeinander ein.

Gleichzeitig können wir unsere Unterkünfte, Café’s, Restaurants und unsere Reiseziele bereits digital heraussuchen. Das nimmt das Potential für spannende Überraschungen und eben Abenteuer. Dabei bedeutet doch Reisen Abenteuer erleben und neue Geschichten schreiben.


Zwiespalt als Blogger zwischen Erleben und Berichten

Ich bin viele Jahre lang ohne Handy oder Laptop durch die Welt gereist. Seitdem ich vor einem Jahr meinen Reiseblog Frau Wanderlust ins Leben gerufen habe, lebe ich selbst in dem Zwiespalt zwischen real erleben und digital berichten.

Aktivitäten auf Twitter, Facebook, Instagram und wie sie alle heißen, zollen ihren Tribut. Früher habe ich über meine finnische Freundin Anne gelacht, als sie Fotos vom Essen gemacht hat. Heute ist sie eine erfolgreiche Food-Bloggerin in Finnland (und das hier ist ihr Blog) und ich mache selbst Bilder vom Essen.

Obwohl ich gerade auf meiner China-Reise die Vorzüge der digitalen Veränderung schätzen gelernt habe, verbringe ich doch gleichzeitig viel zu viel Zeit im Internet.

Mittlerweile ist mir die Qualität des Wlans in einer Unterkunft wichtiger, als die Lage. Und ich frage mich: kann es das wirklich sein?

Wieder einmal bin auf der Suche nach dem goldenen Mittelweg!

Dabei hoffe ich, dass auch du dich mit mir auf diese Suche machst. Denn wenn wir es nicht tun, dann wird bald das reale Leben durch unsere Abhängigkeit vom Telefon und Internet einfach vor uns verpuffen.


Empfehlung #1: Ohne Handy und Laptop reisen - die drastischste Alternative

Die schönsten Erfahrungen habe ich auf Reisen ohne Laptop und Handy gemacht. Wenn du auf Reisen nicht gerade für deinen Job im Internet sein musst, dann versuche es doch mal, das Handy zu Hause zu lassen.

Das letzte Mal bin ich 2015 ohne Handy mit meiner Freundin Alina durch Mittelamerika gereist. Es war zunächst unglaublich schwierig, dieses digitale, viereckige Gebilde zu Hause zu lassen. Das Telefon einfach ausschalten, auf den Schreibtisch legen und los laufen. Vier Wochen lang keine SMS, Whatsapp oder Email auf dem Telefon.

Lange Rede, gar kein Sinn! Es wurde eine fantastische Reise, auf der wir super viele Menschen kennengelernt und verrückte Situationen erlebt haben. Während der Reise habe ich das Smartphone keinen Moment lang vermisst.



Sabine von Ferngeweht reist im Übrigen auch gerne ohne Handy. Hier liest du, warum sie ohne Handy reist und ihre Empfehlungen.



Digitalisierung der Reisewelt: mach mal wieder die Augen auf
So schön ist die Welt, wenn wir nur die Augen aufmachen und richtig hinschauen.


Empfehlung #2: Einfach mal abschalten!

Ich sehe ein, dass das Reisen ohne Telefon und Laptop ein schwieriges Unterfangen ist. Vor allem dann, wenn du Reiseblogger bist.

Doch auch mit dem Handy in der Tasche, können wir Augen und Ohren offen halten. Wir können uns Zeiten setzen, in denen wir uns mit dem Handy beschäftigen, um es danach wieder in den Tiefen unseres Backpacks verschwinden zu lassen.

Auch ein abgeschaltetes Telefon speichert Nachrichten, die wir später noch lesen können. Wahnsinn, aber das geht. Wir müssen nicht jede Sekunde vor dem Telefon warten, ob etwas passiert.

Wenn wir das Handy unterwegs einfach mal in der Unterkunft lassen, kommen wir auch gar nicht in Verlegenheit, am Lagerfeuer oder in der Bar dem Telefon zu verfallen.

Bei Spiegel Online gibt es einen passenden Beitrag zu „Wer abschalten will, muss abschalten“.

Digitalisierung der Reisewelt: das gute alte Telefon
Wir könnten mal wieder zum klassischen Hörer greifen. Dieser hier bei meiner Oma ist allerdings nur noch Attrappe :-)


Empfehlung #3: Erweiterte Funktionen des Handy wieder durch klassische Geräte ersetzen

Gerade das Handy bringt, als kleines Device mit zahlreichen Funktionen, die Lizenz zum Ablenken mit sich. Uhr, Wecker, Kamera, Notizbuch, Buch, Photoalbum, Musikplayer und dann noch Telefon in Einem. Das ist besser als jedes Schweizer Taschenmessen.

Doch da das Handy so viele Funktionen vereint, gibt es auch viele Gründe, es aus der Tasche zu ziehen, zu benutzen und sich dann davon ablenken zu lassen. Hast du mal versucht auf die Uhr zu schauen, ohne die neuen Nachrichten zu lesen? Ich kann es nicht.

Deswegen lasst uns die Funktionen, die über das Telefonieren hinaus gehen, wieder durch die eigentlich dafür geschaffenen Geräte ersetzen. So kaufe ich mir jetzt wieder eine Uhr und ich werde auf die nächste Reise wieder meine kleine Kamera mitnehmen, um Fotos zu machen. Dann gibt es schonmal zwei Gründe weniger, das Smartphone aus der Tasche zu ziehen.


Schlussfolgerung

Auf der Suche nach dem goldenen Mittelweg wird Eines klar! Das Leben in der realen Welt muss immer an erster Stelle stehen. Wenn wir es schaffen, die Realität zu leben und die digitalen Vorzüge nur dann zu nutzen, wenn sie uns auf Reisen wirklich weiter bringen, dann sind wir einen ganzen Schritt weiter.

Es wird Zeit, dass wir uns auf diesen Weg machen. So möchte ich mich lieber mit dir auf Reisen unterhalten und dich kennenlernen, anstatt mit dem Blick auf das Telefon gerichtet an dir vorbei zu laufen.

Du auch?



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Christin Wanderlust
Christin Wanderlust
Frau Wanderlust zeigt dir Wege auf, wie du das Reisen und das Arbeiten in der Heimat verbinden kannst. Eine Weltreise muss dabei nicht immer heissen, dass du deinen Job kündigen und alles aufgeben musst. Also schau doch mal vorbei!

8 Kommentare

  1. Gina sagt:

    Liebe Christin,

    ich sehe das ähnlich wie du. Eine Entwicklung, die Segen und Fluch zugleich ist. Vermutlich haben viele ein unzufriedenes Gefühl, wenn sie reflektieren, wieviel Zeit sie im Internet vertrödeln. Ich nehme mich selbst da nicht aus. Wie oft passiert es mir, dass ich Handy oder Tablet in die Hand nehme, um etwas bestimmtes zu gucken. Doch dann sehe ich erstmal, was an Nachrichten, Mails und anderen Benachrichtigungen gekommen ist, hüpfe vom einen Link zum nächsten und habe meist schon vergessen, was ich ursprünglich wollte.
    Ganz verzichten auf die Möglichkeiten, die die Digitale Welt mir bietet möchte ich auch nicht. Ich suche noch nach dem perfekten Weg, einen vernünftigen Umgang damit zu finden.
    Wir haben z. B. die Regel eingeführt, dass die elektronischen Geräte nichts am Esstisch verloren haben, auch nicht in der Zeit, in der wir aufs Essen warten. Und ich versuche, soweit möglich, die Benachrichtigungen aus den Apps abzuschalten. Gelingt mir aber nicht bei allen, entweder geht das bei manchen gar nicht oder ich kriege nicht raus, wie es funktioniert.

    LG
    Gina

    • Frauwanderlust sagt:

      Liebe Gina,

      vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrungen. Ich sehe, dir geht es genauso:-)

      Keine Handys am Esstisch finde ich eine super Regelung, die gibt es bei uns auch. Und jetzt steigern wir uns gerade zu: keine Handys im Schlafzimmer… dann gilt nicht mehr der letzte Blick vor und der erste Blick nach dem Schlafen dem Telefon.

      „Digitale“ Grüsse aus Lettland sendet dir,

      Christin

  2. Hahaha, ich wollte gerade kommentieren und eine Lanze fürs Reisen ohne Handy brechen, da sehe ich, dass Du mich schon verlinkt hast 🙂 Danke schön! Ja, ich reise in der Tat ohne Handy, aus genau den Gründen, die Du unter Nachteil 1-3 aufgeführt hast. Ich finde es selbst nervig, ständig online zu sein. Daher genieße ich jedes Jahr meine längere Offline-Zeit.

    • Frauwanderlust sagt:

      Haha. Yessss, deinen Beitrag habe ich bei meiner Recherche gefunden. Interessanterweise gibt es nicht viele Beiträge zu dem Thema von Reisebloggern 😉

      Es hat etwas Befreiendes, ohne Telefon unterwegs zu sein und ich kann dich sehr gut verstehen. Ein super Ansatz!

      Schöne Grüsse,

      Christin

  3. Ilona sagt:

    Hmm, ich bin ja immer noch smartphonelos und ernte dafür viele verdutzte Blicke, wie „DAS“ denn sein kann, weil doch „alle jungen Menschen“ ständig am Smartphone hingen. Ich möchte genau aus dem von Dir genannten Grund kein Smartphone: Die bewusste Wahrnehmung geht verloren. Ich merke es doch, wenn ich am PC sitze, ständig geht man mal da hin und mal dorthin. „nur kurz was nachschauen“ und schon ist eine Stunde rum. Mindestens.
    Kürzlich hatte ich aufgrund einer Kooperation tatsächlich meinen Laptop dabei und postete am Abend die passenden Fotos. Und ich muss sagen: Ich bin froh, dass ich das normalerweise nicht mache. Mich nervte das. Und ich will das nicht.

    Und dann merke ich doch, wie sehr die Reisewelt auf Mobilgeräte abgestimmt ist. Meist stört mich das nicht. Ich buche von daheim oder sammle meine Informationen vorher. Einmal passierte es dann aber doch, dass ich mit einer Freundin in einem Hotel war, das uns beiden nicht so zusagte, wie wir es erhofft hatten. Wir beschlossen spontan, wieder auszuchecken – sicherten uns aber vorher ab, indem wir ein anderes Hotel suchten und buchten. Sie hatte zum Glück ihr Smartphone dabei. Deshalb habe ich jetzt dann doch ein Tablet gekauft (ohne Sim), eine Art Kompromisslösung für solche Fälle. Im Notfall kann ich ein Zugticket oder Hotel buchen, aber ich bin nicht ständig unterwegs online und dauer-erreichbar. Ich hoffe aber nach wie vor, dass ich weiterhin genauso ohne Mobilgerät zurecht komme. Denn ganz ehrlich: Einen Tourischuppen von einem vernünftigen Lokal konnte ich bisher auch ohne Tripadvisor auseinander halten 😉

    • Hey, hey Ilona,

      wow! Du bist ohne Smartphone unterwegs – das finde ich mega gut.

      Deine Erfahrung mit dem Laptop kann ich sehr gut nachvollziehen, genauso wie die Sache, dass das Handy bei Eurer Spontan-Aktion wiederum hilfreich war. Pros und Cons an jeder Ecke 🙂

      Nokia bringt gerade ein „neues, altes“ Handy raus. Es ist kein Smartphone, sondern tatsächlich wirklich nur ein Handy zum telefonieren. Wie früher. Vielleicht ist das auch eine gute Lösung. Ein Tablet scheint mir aber auch ein guter Mittelweg zu sein. Wobei man sich mit dem im Wlan auch gut verlieren kann, wahrscheinlich.

      Deinen letzten Satz finde ich herrlich 🙂 Voll! Da hast du Recht.

      Vielen Dank für deinen schönen, erfrischenden Kommentar und viele Grüße aus Vilnius,

      Christin

    • Florian sagt:

      Freut mich zu hören, daß Ilona, auch kein Handy hat. Ich dachte ich wäre der letzte Mensch ohne Bildschirm in der Tasche 😉

      Soll nicht heißen, daß handylos nur Vorteile hat. Manchmal merkt man, daß es hilfreich sein kann, v.a. die GPS-Funktion.

      Unterkunft suchen mache ich aber gerne weiterhin altmodisch, mit dem Rucksack von Tür zu Tür. Viele Guesthouses und Homestays für Backpacker sind ja gar nicht online.

      • Hey Florian,

        ach cool! Wie schön, über diesen Beitrag auf zwei Reisende so ganz ohne Handy getroffen zu sein. Ich frage mich schon länger, ob das für mich auch zu Hause eine gangbare Alternative wäre…

        Wie du schreibst, manchmal ist es schon hilfreich, dieses digitale Ding dabei zu haben.

        Witzig, für dich muss eine Reise in chinesischen Großstädten wie ein Besuch bei Außerirdischen sein 🙂 Da starrt fast jeder in ein Handy.

        Die altmodische Variante der Unterkunftssuche finde ich super 🙂

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